Eine Cross-Border-Fusion und ihre Folgen
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Was man aus den, in diesen Tagen aufgetretenen, Spekulation um den Verkauf von Chrysler lernen kann, ist,
dass man auf Modewellen nicht allzu viel wird geben dürfen. Denn zu sehr wird man sich damit nur die Finger
verbrennen können, als dass man so sein Kapital noch nachhaltig wird vermehren können.
Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird erkennen müssen, dass es von Anfang an verwegen
gewesen ist, daran zu glauben, dass man einen schwäbischen Autobauer so ohne weiteres mit einem
amerikanischen Unternehmen wird verschmelzen können. Und so wird man sich schon früh gegen die
Chrysler-Fusion gewandt haben müssen. Denn zu sehr wird man in diesem Fall doch verstanden haben, dass die
Kulturen zu verschieden sind, als dass man sie jetzt noch so ohne weiteres wird integrieren können.
Dass es zu dieser Übernahme aber dennoch gekommen ist, das wird man sich nur mit der sozialen
Oberflächlichkeit erklären können, die den Wirtschaftswissenschaftler von Hause aus eigen ist. Denn zu sehr
meinen diese immer noch, das Ganze vor allem aufs Geldverdienen reduzieren zu können, als dass man damit
die nationalen Eigenheiten jetzt noch angemessen wird würdigen können.
So wird man denn auch allen, die aus dem Chrysler-Desaster das Meiste machen wollen, raten müssen, sich die
eigene Meinung von nun an nicht mehr länger vom Expertengeschwätz nehmen zu lassen. Denn zu sehr werden
sie dann vom guten Geist selber auch verlassen sein, als dass sie diesen jetzt noch gut genug erahnen können.

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