Kommentar zur Rede von Cisco-CEO John Chambers auf der Gouverneurstagung, 24.02.07
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Es ist schon nicht unwahrscheinlich, das es so kommen wird, wie es Cisco seinen Zuhörern so gerne zu
präsentieren pflegt. Denn auch, wenn unser Leben in Zukunft tatsächlich noch virtueller, noch vernetzter, und
noch dezentraler sein wird, als es dies jetzt schon ist, so wird man doch seine Zweifel daran haben müssen, ob
der Weg dahin so glatt und linear verlaufen wird, wie uns dies die Cisco-Vertreter immer wieder glauben machen
wollen. Denn zu sehr wird der Fortschritt doch von dialektischen Verwerfungen begleitet sein, als dass man sich
dieser jetzt noch so ohne weiteres wird entledigen können.
Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird erkennen müssen, dass ein Hin und Her in der
Geschichte nicht zu vermeiden ist. Und so wird er sich denn auch an der leicht sektiererischen Art nun stören
müssen, mit der Cisco diese Welt zu beschreiben sucht. Denn zu sehr wird es damit die Realität doch selber auch
verkennen müssen, als dass es diese jetzt noch angemessen wird bewältigen können.
Nein, nein, wer hier Cisco wirklich helfen will, der wird dessen Management sagen müssen, dass es doch den
Überrolltaktik aufgeben soll, mit dem es sein Publikum in Bann zu schlagen sucht. Und so wird man seinen
Futurismuseifer auch gar nicht unterstützen können. Denn zu sehr werden darin die nächsten Fehler schon
vorprogrammiert, als dass man diese jetzt noch so ohne weiteres wird verhindern können.
Da dem aber so ist, wie es ist, und sich an diesem MIssionarsgehabe so bald wohl gar nichts ändern wird, da man
den Anlegern nur raten können, die Cisco-Aktie mit Vorsicht zu genießen. Denn zu sehr wird man sich daran die
Finger noch verbrennen können, als dass man sich diese Schmerzerfahrung jetzt noch wie selbstverständlich wird
wünschen können.
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Zur Frage möglicher Interessenkonflikte, sei hier noch darauf hingewiesen, dass zur Zeit der Erstellung der Einstiegsbeurteilung weder der Verfasser, noch dessen Familie unmittelbar Aktien des beurteilten Unternehmens halten, und dass sie in dieser Zeit für dasselbe weder eine Beratungs-, noch eine Bankdienstleistung ausführen, und sich eine solche Tätigkeit auch für die Zukunft nicht recht vorstellen können.
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Zusatz zu dieser Beurteilung vom 05.01.09: Noah denkt™ meint, dass im Jahr 2009 die Cisco-Aktie sicher eher steigen als fallen wird. Und dass dem so ist, hängt vor allem mit der allgemeinen mittelfristigen Erholung zusammen, die der Aktienmarkt auf Grund der staatlichen Anti-Depressionsprogramme erleben wird.
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