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Was Klinsmann von Heiner Brand lernen kann
Kommentar zum Halbfinaleinzug der deutschen Handballnationalmannschaft bei der WM im eigenen
Lande, erstellt am 1. Februar 2007
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Wer vor, während, und nach der FIFA-WM seine Probleme mit der halsstarrigen Hochstapelei von Herrn
Klinsmann hatte, der wird nicht anders, als begeistert darüber sein können, dass es Herrn Brand nun gelungen
ist, mit gerade der gegenteiligen Strategie das zu erreichen, was Herrn Klinsmann verwehrt geblieben ist, nämlich
mit seiner Mannschaft den Weltmeistertitel zu erringen. Denn zu sehr hat er damit doch bewiesen, dass man
hierzulande mit Vernunft und Augenmaß mehr erreichen kann, als mit einem scientologischen Sendungsglauben,
als dass man jetzt noch den Klinsmannschen Messianismus wird predigen können.

Nein, wer die Sache bei Licht betrachtet, der wird erkennen müssen, dass es gerade die Tiefstapelei von Heiner
Brand gewesen ist, die ihm schlussendlich den Erfolg beschert hat.  Und so wird man denn nur begeistert darüber
sein kann, dass gerade so der höchste Titel auch gewonnen wurde. Denn zu fatal wäre es für unser Land doch
gewesen, wenn der kalifornische Schwabengeist weiter hier gelodert hätte, als dass man dessen Dekonstruktion
jetzt nicht auch begrüßen muss.

Da es nun aber so ist, wie es ist, und es schon das nackte Ergebnis ist, was gegen die Klinsmannsche Strategie
spricht, da wird man denen, die einen vernünftigen Optimismus hierzulande hoffähig machen wollen, sagen
müssen, dass sie dies in Zukunft nicht dadurch versuchen sollen, dass sie die Kritik daran nur weg zu grinsen
suchen, sondern, dass sie sich den Argumenten der Gegenposition ehrlich stellen müssen. Denn nur, wenn sie
dieses tun, dann werden sie die Andersdenkenden von der konträren Logik auch überzeugen können. Und so
wird ihnen in diesem Fall der Umschwung auch gelingen können. Denn zu sehr werden sie nun die Ängste  
anderer auch verstanden haben, als dass sie diese jetzt nicht auch schlüssig widerlegen können.
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